Surfen in der Vergangenheit

Wie zarte Fenster in die Vergangenheit lassen Erinnerungen das Licht der Erlebnisse in unsere Seele fließen, während die Zeit unaufhaltsam voranschreitet und die Erinnerungen im Glanz der Unvergänglichkeit erstrahlen lässt.

Kleine Erinnerung an die 50er/ Naschsachen

Ich erinnere mich gerne an die 50er Jahre meiner Kindheit, wenn wir durch Straßen und Felder streunten.

Ab und zu war der Appetit/Hunger/Kohldampf beträchtlich. Nun, ein Snack (Riegel) im heutigen Sinne gab es nicht. Da mussten wir uns schon etwas einfallen lassen und die Gärten und Felder gaben schon einiges her:

Radieschen (wenn man Glück hatte, auf einem Butterbrot), wenn nicht, so wurden sie so gegessen. Im Bach ausgewaschen, gerne auch Karotten oder Rüben, Rhabarber war auch immer ein willkommener Snack…vom Obst ganz zu schweigen. Erwischen lassen durfte man sich natürlich nicht, die Strafen waren drakonisch!

Ab und zu bekam man auch für eine Gefälligkeit (Hund ausführen, Einkäufe erledigen, Hecke schneiden, Autos waschen usw.) etwas Geld, um sich eine Kleinigkeit zu kaufen. Ganz begehrt bei mir waren die kleinen Zuckerbonbons (zwei Stück/ein Pfennig).

Die Ami´s gaben uns auch ab und zu einen Kaugummi, den wir tagelang im Zuckerwasser aufbewahrten.

An den Schießständen der Alliierten sammelten wir die Patronenhülsen um sie beim Steinmetz zu verkloppen. 

Schießstand

Der machte davon die Messingdächer für die Friedhofskreuze, so wir hatten wieder etwas Geld für Naschsachen..hehe war eine bescheidene Zeit, aber großartig in meinen Erinnerungen.